Der Bestand befindet sich auf dem Pfarramt Gussenstadt.
===== Orts- und Ortskirchengeschichte =====
Gussenstadt, im Mittelalter den Grafen von Helfenstein bzw. dem Kloster Anhausen gehörend, kam 1448 an Württemberg, 1450 an Bayern, 1504 wiederum an Württemberg. Zwischen 1634 und 1648/49 stand es unter österreichischer Herrschaft. Der staatlichen Zugehörigkeit entsprachen stets die kirchlichen Verhältnisse: Um 1540 wurde in Gussenstadt die Reformation eingeführt; während der 14jährigen Zugehörigkeit zu Österreich war der Ort dann wieder katholisch, ehe er 1649 endgültig evangelisch wurde.
===== Bestandsbeschreibung =====
Das Archiv des Evangelischen Pfarramts, welches keine besonderen Auffälligkeiten aufweist, ist in Bände, Akten und Rechnungssachen gegliedert. Bei den Akten wurde wegen des geringen Umfangs auf eine Unterteilung in eine ältere und eine jüngere Abteilung verzichtet. Beim Ordnen der Akten gemäß Aktenplan von 1901 fiel auf, dass viele Schriftstücke ohne Datum waren. Vor allem unbedeutende Rechnungsbeilagen, allg. Rundschreiben der 1950er und 1960er Jahre, aber auch standesamtliche Mitteilungen an das Pfarramt, soweit sie aus der Zeit nach 1875 stammten, wurden kassiert. Das Pfarrarchiv ist nun, von den Kirchenpflegerechnungen abgesehen, in einem Raum in Erdgeschoß gut untergebracht und umfasst ca. 4 lfd. Meter.
Dezember 1990 Helmut Gabriel |