===== Bestandsbeschreibung =====
Das im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart archivierte Archiv des Evangelischen Pfarramts Neckartenzlingen besteht aus den historischen Unterlagen bis ca. 1966 (Archivinventar 1974) und den Audiokassetten aus den Jahren 1984-2005. Aus technischen Gründen ist die Signatur nicht durchlaufen. Die historischen Unterlagen sind unter den Signaturen 1 bis 112 verzeichnet, die Audiokassetten unter den Signaturen 401 bis 516.
===== Archivinventare ===== Archivinventar 1974, Abgabelisten 2000 und 2006
===== Pfarrer in Neckartenzlingen ===== - Albert Lauffer 01.09.1987-31.08.1988 - Alfred Hägele 01.08.1988-31.05.2003 - Ulrich Kopp 01.09.2003-30.04.2020
===== Ausbildungsvikare in Neckartenzlingen ===== - Harald Bähr 13.03.1989-14.08.1991 - Mathias Böttchern 01.09.1991-16.02.1994 - Andreas Löw 01.03.1994-31.08.1996 - Clemens Grauer 01.03.1999-31.08.2001
===== Zu den Audiokassetten: Allgemein =====
Die Audiokassetten wurden im Mai 2020 vom Pfarramt Neckartenzlingen dem Landeskirchliche Archiv Stuttgart übergeben. Sie enthalten v.a. Gottesdienstaufzeichnungen, die für den Kassetten-Service, also für die Gemeindeglieder, die nicht mehr in die Kirche kommen konnten (z.B. aus gesundheitlichen Gründen), aufgenommen wurden. Auf den Aufnahmen ist in der Regel der jeweilige Pfarrer (s.u.) zu hören. Daneben sind auch Aufzeichnungen von verschiedenen Veranstaltungen vorhanden. Die Aufzeichnungen wurden vom dem / von der jeweils der „diensthabenden Kirchengemeinderat/rätin im Auftrag der Evangelischen Kirchengemeinde Neckartenzlingen gemacht. Leider sind die Audiokassetten in mehrfacher Hinsicht von schlechter Qualität. Die Aufnahmen sind auf einigen Audiokassetten schlecht zu verstehen, viele Aufnahmen sind zudem von starkem Rauschen, einige auch mal mehr, mal weniger stark von Radiosendungen oder rückwärts laufenden Aufnahmen überlagert. Häufig laufen die Aufnahmen am Anfang ungleichmäßig. Die Aufnahmen sind häufig unvollständig, v.a. diejenigen von Gottesdiensten, was u.a. bei letzterem damit zu tun hat, dass pro Gottesdienst nur eine Kassettenseite (= 45 min) genutzt wurde. Daneben ist auch die Beschriftung der Audiokassetten fehlerhaft bzw. nicht optimal. Häufig wurde der Inhalt beider Seiten auf eine Seite geschrieben, womit die Zuordnung nicht immer eindeutig ist. In einigen Fällen fehlt die Jahresangabe, so dass das tatsächliche Jahr nur geschlossen oder vermutet werden kann (solche Jahre wurden in eckige Klammern gesetzt). Außerdem sind einige Audiokassetten zwar beschrieben, obwohl nur eine Seite eine Aufnahme enthält oder überhaupt keine Aufnahme vorhanden ist. Aus letzterem Grund wurden die Audiokassetten mit den Nummer 482, 485, 490 und 502 nachträglich kassiert, die Nummern bleiben unbelegt. Im Ganzen dürften diese Audiokassetten bzw. die Aufnahmen eine interessante Quelle für die Forschung zu Gottesdienst und Predigt, auch hinsichtlich des Einflusses von lokalen oder überregionalen Ereignissen auf die Predigten, sein. Außerdem ist mit der Nr. 516 ein Vortrag von Helmut Claß, dem damals ehemaligen Landesbischof, überliefert.
===== Zu den Audiokassetten: Digitalisierung und Bearbeitung =====
Die Audiokassetten wurden mit dem Doppelkassettendeck „TEAC W-890RMKII abgespielt. Die analogen Audiosignale wurden jeweils mit der externen Soundkarte „Focusrite Scarlett 2i2 in digitale Audiosignale umgewandelt, die dann am PC mit dem Audioeditor „Audacity (Version 2.4.2) aufgezeichnet und als Audiodateien abgespeichert wurden. Die Aufnahmen auf den Audiokassetten sind in Stereo. Da sie jedoch nur Sprache enthalten, wurden die Audiodateien zwecks Speicherplatzeinsparung in Mono abgespeichert. Die Audiokassetten (Aufnahmegeschwindigkeit: 4,8 cm/s) wurden mit einer Bandgeschwindigkeit von 9,5 cm/s abgespielt. Bei allen Audiodateien wurde vor dem endgültigen Abspeichern im Archivformat die Geschwindigkeit so angepasst, dass die Audiodateien im Ganzen normal abgespielt werden können. Außerdem wurden die durch den Digitalisierungsvorgang bedingte Stille am Anfang und am Ende der Audiodatei sowie die durch den ursprünglichen Aufnahmevorgang bedingte Stille und Geräusche ohne Informationsgehalt (z.B. Gemurmel, Geräusch von aufstehenden Menschen, Applaus) am Anfang und am Ende entfernt. Eine weitere Bearbeitung (z.B. Entfernen von Rauschen) der Audiodateien fand nicht statt, außer es ist ausdrücklich in den Verzeichnungsinformationen der jeweiligen Verzeichnungseinheit angegeben. Die Aufnahmen wurden mit einer Abtastrate (Samplerate) von 48 kHz und einem Abtastformat (Audio-Wortlänge) von 24 bit digitalisiert. Die Audiodateien sind im Archivierungsformat FLAC (Free Lossless Audio Codec, Encoder-Bibliothek libFLAC 1.3.1) abgespeichert. In den Metadaten der FLAC-Dateien ist lediglich im Kommentar das Archiv, die Bestandssignatur und die Nummer der Verzeichnungseinheit gespeichert. Die Dateinamen für die Tondokumente von den Audiokassetten wurden entsprechend folgendem Beispiel gebildet: LKAS_G-469_Nr-441_A. Hierbei steht LKAS für das Landeskirchliche Archiv Stuttgart, anschließend folgt die Bestandssignatur, dann die Nummer der Verzeichnungseinheit. Das A steht für die Seite A (B entsprechend für die Seite B) der Audiokassette. Bei jeder Verzeichnungseinheit ist die Gesamtspieldauer und die Spieldauer pro Audiodatei im Format h:mm:ss angegeben.
Uwe Heizmann, Stuttgart im September 2019 |